Stillen

Die Kraft der Muttermilch oder warum stillen so wichtig ist

stillenIn den ersten Lebensmonaten ist stillen mitunter das Beste, was Sie für Ihr Baby tun können. Da die Muttermilch schon während der Schwangerschaft gebildet wird, können Sie nach der Geburt schon sofort mit dem Abstillen beginnen. Es gibt viele Voteile, die das Stillen für Mutter und Kind hat. So fördert das Stillen die Mutter-Kind-Bindung und gibt Ihrem Baby dadurch das Urvertrauen zu seiner ersten Bezugsperson, seiner Mutter.1 Doch auch aus medizinischer Sicht ist Muttermilch als erste Nahrung für Ihr Baby zu empfehlen. Die Muttermilch enthält nämlich viele wichtige Nährstoffe, die Ihr Baby in seinen ersten Lebensmonaten braucht und stärkt darüber hinaus auch das Immunsystem Ihres Babys.

Regelmäßiges Stillen hilft der Entwicklung Ihres Kindes

Die Muttermilch ist ein einzigartiger Saft. Keine industriell gefertigte Säuglingsmilch kann es mit ihr aufnehmen. Denn Muttermilch liefert Ihrem Säugling etwa 400 wichtige Nährstoffe – das kann keine andere Milch! Darüber hinaus verändert sich die Zusammensetzung der Muttermilch beim Stillen über Monate hinweg und passt sich den Bedürfnissen Ihres Säuglings ganz natürlich an, sodass Ihr Baby genau das bekommt, was es in einer bestimmten Lebensphase braucht.2 Das Stillen stärkt auch die Abwehrkräfte Ihres Babys. Die Nährstoffe der Muttermilch sorgen dafür, dass Ihr Baby gerade in den ersten Lebensmonaten, wo es noch sehr empfindlich auf seine Umwelt reagiert, rundum geschützt ist.3 Stillen soll angeblich auch vor Alkoholismus schützen und es gibt Studien, die zeigen, das Menschen, die als Babys gestillt wurden einen höheren Intelligenzquotienten haben.4 Nicht bei allen Müttern klappt das Stillen aber von Anfang an reibungslos. Machen Sie sich keine Gedanken – es ist noch keine Stillmeisterin vom Himmel gefallen. Lassen Sie sich von einer Hebamme verschiedene Stillpositionen zeigen und probieren Sie aus, was für Sie und Ihr Baby am besten funktioniert. Falls Ihr Baby die Brust verweigert, kann Ihnen eine Hebamme dabei helfen, herauszufinden, woran es liegt. Oft sind es Kleinigkeiten, wie etwa ein neues Parfüm oder eine Verletzung am Mund des Babys. Lassen Sie sich nicht zu schnell entmutigen!

Stillen und die Mutter-Kind-Bindung

Die Beziehung zwischen Mutter und Kind ist einzigartig. Stillen kann diese Mutter-Kind-Bindung fördern. Erstens sind Sie Ihrem Kind schon körperlich sehr nah. Auch schüttet der weibliche Körper dabei bestimmte Hormone aus, die dieses Gefühl der engen Verbundenheit noch verstärken. So macht zum Beispiel das Hormon Oxytocin, das produziert wird wenn das Baby gestillt wird, Mütter entspannter und glücklicher.5 


Zu viel stillen: Ist das möglich?

Auch für die Ernährung mit Muttermilch gibt es Grenzen. Es ist zum Beispiel nicht ratsam, Ihr Baby bis ins Kindergartenalter hinein zu stillen. So empfehlen Experten, das Baby etwa 4 bis 6 Monate mit Muttermilch zu versorgen. Denn zu langes Stillen erhöht das Risiko, dass Ihr Baby schneller Allergien entwickelt. Es kann außerdem zu Eisenmangel führen. In den ersten Lebensmonaten gilt jedoch nach wie vor: Muttermilch ist die allerbeste Nahrung für Ihr Kind.

 


1 Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen Bundesverband e.V. Bindungsförderung durch Stillen. Zugriff unter: http://www.fruehe-kindheit.net/download/bindungsfoerderung_durch_stillen_deu.pdf. Am: 16. Januar 2013.
 
2 Heinen, Nike. Mamas Wundercocktail. Süddeutsche.de. 14. August 2012. Zugriff unter: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/vorzuege-der-muttermilch-mamas-wundercocktail-1.1042732. Am: 16. Januar 2013.
 
3 Talayero, José Maria Paricio et al. Full Breastfeeding and Hospitalization as a Result of Infections in the First Year of Life. PEDIATRICS Vol. 118 No. 1 July 1, 2006, Zugriff unter: http://pediatrics.aappublications.org/content/118/1/e92.full.pdf+html. Am: 16. Januar, 2013.
 
4 Albers, Regina. Suchtforschung: Stillen schützt vor Alkoholismus. Focus online vom 25. April 2006. Zugriff unter: http://www.focus.de/gesundheit/news/suchtforschung_aid_108108.html. Am: 16. Januar, 2013.  

5 Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen Bundesverband e.V. Bindungsförderung durch Stillen. Zugriff unter: http://www.fruehe-kindheit.net/download/bindungsfoerderung_durch_stillen_deu.pdf. Am: 16. Januar 2013.

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